„Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus gepredigt hat.“
(Der Philosoph Friedrich Nietzsche in Tolstoj-Exzerpte, Nachlass November 1887-März 1888 VIII 11 [257] und [244])

Das lehrte Jesus von Nazareth Das lehrt / so handelt die Kirche
1.) „Liebet Eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen!“ „Du sollst nicht töten!“ „Wer das Schwert nimmt, der wird durch das Schwert umkommen.“ Bereits der Zorn ist eine gefährliche Vorstufe des Tötens (Matthäus 5, 21 ff.44; 26, 52). Wie in den antiken Kultreligionen entscheiden die Kirche und ihre Priester über Leben und Tod. Dazu schwächten sie z. B. das Gebots „Du sollst nicht töten“ ab in „Du sollst nicht morden“ (so geschehen in der evangelisch-katholischen Einheitsübersetzung; o ist etwa das Töten im gerechtfertigten Krieg (Katholischer Katechismus, Nr. 2309) erlaubt und auch die Todesstrafe unter bestimmten Umständen (Nr. 2266). Hier ist auch Martin Luther hervor zu heben. Er forderte z. B. die Hinrichtung von Andersgläubigen, „Hexen“, Prostituierten, aufständischen Bauern und vielen mehr. Die Kirche ließ millionenfach töten, und der Historiker Karlheinz Deschner schrieb den mittlerweile schon fast „legendären“ Satz: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die … Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche“ (in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.).
2.) Jesus setzte keinen Heiligen Vater als seinen Stellvertreter ein. Im Gegenteil: Er lehrte: „Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist“ (Matthäus 23, 9). Und er hielt es mit den Propheten (z. B. Jesaja 6, 3) und dem Seher Johannes (Offenbarung 15, 4), wonach Gott allein „heilig“ ist und nicht ein Mensch. Wenn Jesus vom „Heiligen Vater“ sprach, dann meinte er seinen Vater im Himmel (Johannes 17, 11). Auch setzte er keine Hierarchie der Amtsträger ein, sondern hob hervor: „Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern]“ (Matthäus 23, 8). Eine Unterwerfung unter einen Menschen lehnt Jesus deshalb strikt ab. Der Papst ist der angeblich Heilige Vaterauf Erden. Er gilt als Stellvertreter Gottes – eine Übernahme aus dem totalitären antiken Heroen-, Herrscher- und Götterkult.  An der Spitze der Hierarchie des Mithras-Kultes stand in damaliger Zeit der sanctus pater („der heilige Vater“), der als Insignien seiner Macht einen bestimmten Ring und eine Stab trug wie später der katholische Papst. Der Herrscher galt in vielen Systemen und Kulten als unmittelbarer Vertreter Gottes. Römische Kaiser wurden nach ihrem Tod zu „Göttern“ erhoben und auch der vorletzte Papst soll so bald wie möglich „heilig gesprochen“ werden. Auch den Titel „Pontifex“ hat der Kirchenführer nicht von Jesus, sondern von den römischen Kaisern übernommen.
Und für den Pontifex der Kirche gilt der „unfehlbare“ römisch-katholische Lehrsatz: „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig“ (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430). Auch das hat die Kirche von den Imperatoren des römischen Weltreichs übernommen, denen sich alle Untertanen unterwerfen mussten.
Während die Christen Gott schlicht als „lieber Vater“ anrufen (Römer 8, 15; vgl. Markus 14, 36), wird der Papst als „Eure Heiligkeit“ betitelt und der obere Klerus der Kirche als „Eminenzen“ (die Kardinäle) und „Exzellenzen“ (die Bischöfe).
3.) Jesus lehrte „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18, 36) und: „Das Reich Gottes ist in euch(Lukas 17, 21). Jesus widerstand der Versuchung, dass ihm alle Reiche dieser Welt hätten zu Füßen liegen können (Matthäus 4, 8-11). Der Kirchenstaat ist von „dieser Welt“, und seine Souveränität wird von den Armeen der Großmächte dieser Welt und von ihren Waffen garantiert. Der Papst ist einer der am intensivsten bewachten Staatsmänner der Welt (u. a. durch viele Scharfschützen) und er genießt es, dass sich alle anderen Mächtigen dieser Welt huldvoll vor ihm verbeugen. Damit hat die Kirche das Angebot angenommen, das Jesus zurückgewiesen hatte, dass nämlich „alle Reiche der Welt“ ihr zu Füßen liegen
4.) Gott wohnt nicht in Kirchen aus Stein bzw.: „Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln die mit Händen gemacht sind“ (Apostelgeschichte 7, 48). Jeder Mensch, der ja das „Reich Gottes“ in sich trägt, gilt auch als „Tempel“ des „Heiligen Geistes“ (Paulus, 1. Korinther 3, 16). Gott lebt in Seiner ganzen Schöpfung, denn: „Richte den Stein auf und du wirst mich dort finden; spalte das Holz und ich bin dort“ (Authentisches Jesuswort auf dem antiken Papyrus Grenfell & Hunt, Logion I, 5. Der Papyrus ist älter als die neutestamentlichen Handschriften). Die ersten Christen trafen sich in freier Natur oder in schönen, aber schlichten Räumen. Steinerne Prachtbauten und goldverbrämte Kirchen werden wie im Heidentum als Häuser bzw. Dome Gottes verehrt. Die Gegenwart Gottes in allen Lebensformen wird abgelehnt. Denn um diese Gegenwart zu erleben, bräuchte es keinen Kult, keine Zeremonien und keine Priester. Deshalb wird die Kirche diesen Glauben immer ablehnen. Stattdessen soll Gott in einer von einem Priester „verwandelten“ Hostie dingfest gemacht werden. Und er wird als solcher in einem „heiligen Gefäß“, dem „Tabernakel“, aufbewahrt bzw. von kirchlichen Amtsträgern in einer so genannten „Monstranz“ durch die Gegend getragen. Ein vergleichbarer magischer Brimborium wurde auch durch heidnische Priester veranstaltet.
5.) Jesus lehrte kein rituelles Messopfer, sondern ein schlichtes, aber feierliches Liebesmahl mit Brot und Wein zu seinem „Gedächtnis“, auch Agape-Mahl genannt. So hielten es auch die ersten Christen, die  dankbar miteinander speisten und im Bewusstsein der stärkenden Gegenwart Gottes die Gaben der „Mutter Erde“ aufnahmen. Bei dem Mahl konnten sich gleichzeitig auch viele Arme einmal satt essen. Ein rituelles “Heiliges Mahl”, im Katholizismus „Eucharistie“ genannt, mit Altären, Messdienern, rituellen Gewändern, Hostien, Weihwasser, Weihrauch und einem „ewigen Licht“ gab es demgegenüber im Mithraskult und anderen antiken Mysterienkulten. Von dort hat es die Kirche übernommen und mit Inhalten aus der Jesus-Überlieferung versetzt. Ähnlich wie später die Katholiken haben die Heiden im rituellen Mahl ihren „Gott“ aufgegessen und sich auf diese Weise im Kult magisch mit ihm vereint. Bekannt ist dies vor allem aus dem  Dionysos-, Attis- und im Mithraskult. Und wie später vom Katholizismus übernommen, glaubten die Anhänger des Gottes Osiris, beim „heiligen Mahl“ tatsächlich das „Fleisch“ des für sie geopferten Gottes zu essen Auch die äußere Form der katholischen Messe wurde bis in Einzelheiten hinein aus antiken Mysterienkulten übernommen: Altar, Ministranten, Händefalten, Hinknien, Glöckchen usw. sind heidnisch. Jesus kannte kein solches Brimborium.
Der Mithras-Kult kannte hingegen insgesamt sieben Sakramente, die allein durch den äußeren Vollzug wirken sollen – wie später die katholische Kirche. Taufe und Mahl galten im Mithras-Kult als Hauptsakramente – was sich später in der evangelischen Kirche wieder findet, die nur diese beiden Kulthandlungen als Sakramente beibehalten hat. Die Handlungen von Jesus sind demgegenüber keine rituellen Sakramente.
6.) „Lehret die Menschen und macht sie zu Schülern“ [so die wörtliche Übersetzung], bevor ihr sie eines Tages tauft (Matthäus 28, 19). Jesus dachte dabei an eine Geisttaufe, was z. B. Johannes der „Täufer“ klar ausspricht. Jesus „wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen“ (Matthäus 3, 11), so Johannes. Wasser galt nur als ergänzendes Symbol und wurde v. a. von ihm, Johannes, als Symbol der inneren Reinigung verwendet. Niemals lehrte Jesus einen Einweihungsritus oder ein Sakrament, das eine Mitgliedschaft in einer Institution begründet. Auch die Taufen von Säuglingen sind eindeutig gegen seinen Willen, denn Jesus sprach klar: Erst lehret, dann tauft! Durch den Einweihungsritus der Säuglingstaufe wird schon den gerade erst Geborenen ein angeblich unzerstörbares Siegel eingebrannt, genau wie bei den Mysterienreligionen. Erst nach der Taufe werden – im Gegensatz zur Weisung von Jesus – die bereits bei der Taufe der Kirche übereigneten Kinder gelehrt. Der Initiations-Ritus (bzw. das Aufnahme-Sakrament) stammt dabei aus den hellenistischen Mysterienreligionen und wurde auch im Kult des Gottes Mithras praktiziert, der nach dem kirchlichen Kult die zweitstärkste Religion im antiken Mittelmeerraum war; dort allerdings noch nicht für Säuglinge. Diesen heidnischen Ritus hat die Kirche schließlich totalitär perfektioniert: Innerlich dadurch, dass er zur „Heilsnotwendigkeit“ erklärt wurde. Zur Taufe selbst: Taufkleid, Taufkerze, Taufpaten und Taufgelöbnis stammen auch nicht von Jesus, sondern wurden ebenfalls aus den okkulten Mysterienreligionen übernommen. Der dabei vorgenommene „kleine Exorzismus“ (die stellvertretende Widersagung an Satan z. B. durch die Paten des Kindes; heute oft abgemildert) stammt aus archaischen Voodoo-ähnlichen Kulten und hat ebenfalls mit Jesus nicht das Geringste zu tun.
7.) Jesus lehrt den barmherzigen Gott, der jedem Seiner Kinder nachgeht wie dem „verlorenen Schaf“ bis es gefunden ist (vgl. Lukas 15). Er lehrte auch das Gesetz von Saat und Ernte (z. B. Matthäus 7, 1-2; Johannes 5, 14), das gerecht abwägt (z. B. Matthäus 5, 26). Wörtlich spricht Paulus davon in Galater 6, 6-7. Dieses Gesetz war selbstverständliches Gedankengut in der Zeit des Alten und Neuen Testaments. Eine ewige Hölle lehrte Jesus nicht, und sie lässt sich auch nicht biblisch belegen Wer sich nicht zu Lebzeiten zum kirchlichen Glauben bekehrt, obwohl er die Kirche kennt oder wer austritt, wird angeblich später ewig verdammt. Gott sehe im einzelnen voraus, wer später ewig gequält werde (Kirchliche Prädestinationslehre). Die evangelischen Gründerväter Martin Luther und Johannes Calvin lehren sogar, Gott bestimme die davon betroffenen Menschen bereits als Säuglinge zur ewigen Verdammnis voraus. So wie die Heiden ihren Göttern vielfach auf Gedeih und Verderb ausgeliefert waren, so sind es auch die Kirchenchristen ihrem Gott. Die evangelische Kirche leugnet in diesem Zusammenhang sogar den freien Willen. Alle Menschen seien zudem mit einer tödlichen Erbsünde behaftet (für die sie auch noch voll verantwortlich gemacht werden, obwohl sie es nicht verursacht haben). Und Leid und Verdammnis liegen nach kirchlicher Lehre letztlich im angeblich „unausforschlichen Willen Gottes“ begründet.
8.) Jesus betonte immer wieder das Tun seiner Lehre! Es kommt also darauf an, sie in die Tat umzusetzen (z. B. Matthäus 7, 12.21.24, Lukas 10, 25-27). Die Kirche verfälschte diese Lehre dahingehend, dass der Glaube und die kirchlichen Sakramente für das „Heil“ notwendig seien, nicht das rechte Tun. Dies haben vor allem die evangelischen Kirchen betont. Und die katholische Kirche hat sich mehr oder weniger diesem Glauben angeschlossen. Für den „Empfang“ der Sakramente brauche es wiederum den kirchlichen Kult.
9.) Jesus warnte vor den Schriftgelehrten und Theologen. Er rief: „Weh euch, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat“ (Matthäus 23, 27). Jesus wollte niemals Pfarrer und Priester, geschweige denn Exzellenzen (Bischöfe), Eminenzen (Kardinäle) und dergleichen. Keiner ist nach seiner Lehre höher gestellt als der andere. In der Kirche übernahmen die schriftgelehrten Theologen und Priester die Herrschaft. Sie schufen eine Trennung zwischen dem bestimmenden Klerus und den gehorsamen Laien. Wie in den heidnischen Kulten geben sich die Priester faktisch als Mittler zu Gott aus (im katholischen Kult gelten die Bischöfe offiziell als Stellvertreter des Mittlers „Christus“;
10.) Jesus hatte ein natürliches Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern Maria und Josef. Die geistige Verwandtschaft war ihm aber wichtiger als die Blutsverwandtschaft. So lehrte er: „Wer ist meine Mutter und meine Brüder? … Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter“ (Markus 3, 33.35). Die Kirche übernahm die heidnischen Legenden von den Jungfrauengeburten antiker Heroen und übertrug sie auf Jesus und Maria. Im Gegensatz zu Jesus führte die Kirche zudem eine Marienverehrung ein. Der Autor Ralph Woodrow schreibt dazu: „Die Erfindung der Marienverehrung der Römischen Kirche als Ersatz für die antike Verehrung der Mutter-Gottheit, ist eines der herausragenden Beispiele, wie das babylonische Heidentum in unsere Tage hineinreicht. Die Tatsache, dass in heidnischen Religionen die Mutter genauso (oder noch mehr) angebetet wird wie ihr Sohn, ist vielleicht der größte Beweis dafür, dass sich Marienanbetung aus der früheren Anbetung der heidnischen Mutter-Gottheit heraus entwickelte!“ (Die Römische Kirche – Mysterien-Religion aus Babylon, Marienheide 1992, S. 19; Buch leider vergriffen) Der katholische Marienkult hat mehrere heidnische Vorbilder, z. B. auch die Legenden von Isis und Horus in Ägypten. Und Isis-Statuen wurden in Prozessionen genau so herum getragen wie später die katholischen Marienstatuen.
11.) Jesus verdiente seinen Lebensunterhalt als Zimmermann, und auch seine Jünger waren überwiegend als Handwerker tätig. Selbst der Kirchenlehrer Paulus lebte noch von seiner Tätigkeit als Zeltmacher (siehe 1. Thessalonicher 2, 9). Alle lebten nach dem Gebot „Bete und arbeite„. Die Kirche verlangt für ihre Hierarchie und für ihren Beamten- und Verwaltungsapparat Abgaben und Steuern vom Volk. In allen Kulturkreisen musste das einfache Volk die jeweiligen Kulte, die mit den Herrschenden im Bunde waren, finanzieren. In der Kirche brauchen die Amtsträger bis heute keiner normalen Arbeit nachzugehen und sie werden auch reichlich für das Beten bezahlt.
12.) Jesus lehrte, nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche, den Geist. Er lehrte einen lebendigen Gott und keine Verehrung von Leichenteilen. Wie die antiken Götzenkulte entwickelte die Kirche einen aufwändigen und teuren Bestattungs-, Toten- und Reliquienkult, v. a. nach ägyptischem Vorbild. Dort gab es zahllose Grabstätten von getöteten Göttern mit einzelnen Gliedern wie Beinen, Armen oder auch dem Schädel der Verehrten. Für deren angebliche Echtheit wurde gebürgt, so dass die Gläubigen sie verehren konnten (Lies dazu z. B. Alexander Hislop, The Two Babylons, New Jersey 1959, S. 179). Auch im Katholizismus werden an zahllosen Orten vermoderte Leichenteile bzw. blanke Knochen geschmückt, z. B. in Samt eingewickelt und als Reliquien verehrt. Die kirchliche Lehre ist wie die heidnischen Kulte sehr materiebezogen und man lehrt dort auch die Auferstehung des Fleisches„. Die evangelische Kirche leugnet in diesem Zusammenhang sogar die Unsterblichkeit der Seele, sondern ihre Theologen vertreten überwiegend eine so genannte „Ganztod-Theorie“ mit späterer Auferweckung
13.) Auch Jesus lehrte das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen„. Beim Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ werden in der Kirche viele Ausnahmen gemacht. So werden bei einflussreichen Politikern z. B. auch mehrere Ehen gesegnet und gegebenenfalls wieder für ungültig erklärt.
Eine zweite Form des Ehebruchs ist der Zwangszölibat für Priester, Kleriker und Ordensleute. Diese müssen sich – ähnlich manchen Priestern in heidnischen Kulten – verpflichten, niemals eine Ehe einzugehen. Dies ist ein Bruch der Schöpfungsordnung Gottes. Denn der Schöpfergott hat die Verbindung von Mann und Frau, die einander selbstlos lieben, eine Familie gründen und anderen gemeinsam dienen, gewollt, und er setzte keine Priester ein, die nicht heiraten dürfen.
Kirchliche Amtsträger im Zölibat sehen sich vielfach genötigt, ihre Körperlichkeit zu verdrängen, was hinterrücks zu hetero- und homosexuellen Entladungen in Orgien, Exzessen und Sexualverbrechen z. B. an Kindern führen kann.
14.) Im Arbeitsleben soll das Gemeinwohl angestrebt werden. „Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam“, heißt es in der Apostelgeschichte über das Urchristentum (2, 44). Die unbegrenzte Anhäufung von Privatbesitz gilt im kirchlichen Christentum als das Normale. Gemeinwohl-Gedanken werden demgegenüber als gefährliche Ideologien verdächtigt. Bischöfe verdienen ca. 10.000 € monatlich plus zahlreiche weitere Vergünstigungen, und sie werden vom Staat bezahlt. Auch im Einflussbereich der Kirchen geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf. So verdienen einzelne „wiedergeborene“ „Jesus-gläubige“ Manager in den USA mittlerweile bis zu ca. 1,2 Milliarden € jährlich, mehr als die Volkswirtschaft ganzer Staaten. Währenddessen werden die Arbeitslosen und Armen weltweit immer mehr.
15.) Jesus lehrte die Vergebung der Menschen untereinander. Im Vaterunser heißt es dazu: „Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. In der Bergpredigt mahnt Jesus eindringlich zur Aussöhnung, weil wir sonst für unsere Schuld bezahlen müssen. (Matthäus 5, 23-26). Priester oder Pfarrer braucht es dafür nicht. Wie in allen Kulten muss nach kirchlicher Lehre der Priester oder Pfarrer im Namen Gottes „vergeben“. Ob sich die Menschen untereinander vergeben, ist für den kirchlichen Vergebungs-Kult nicht entscheidend. Vergebung und Um-Vergebung-Bitten ist nicht mehr, wie bei Jesus, ein Friedensschluss zwischen den Menschen, sondern ein kultisches Geschehen zwischen Menschen, Priestern und der Gottheit. Das Sakrament der Beichte bzw. die Ohrenbeichte kann vom Priester auch als ein Machtinstrument gegenüber den Gläubigen eingesetzt werden, was in der Geschichte der Kirche auch vielfach so genutzt wurde.
16.) Jesus erklärte den Sinn der Lebensschule Erde: „Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel [gemeint ist hier das Jenseits] gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein“ (Matthäus 18, 18). Hier geht es um die innere Freiheit: Alle Schuld und alle Belastungen, die auf der Erde z. B. durch Reue, Vergebung und Wiedergutmachung gelöst werden, werden die Seele auch im Jenseits nicht mehr belasten. Es ist gelöst, und die Betroffenen sind diesbezüglich wieder frei. Wovon sich der Mensch jedoch abhängig macht, daran wird er auch im Jenseits „gebunden“ sein, d. h. weiter davon abhängig sein. In Matthäus 16, 19 spricht Jesus davon, dass die Anwendung dieser geistigen Regel der „Schlüssel des Himmelreichs“ ist. Der Tod gibt dem Menschen demnach nichts und nimmt ihm nichts. Es geht für die Seele im Jenseits an der Stelle weiter, an dem das Leben im Diesseits beendet wird Die Kirche unterschlägt, dass Jesus mit dem Wort in Matthäus 18 (siehe links) alle Christen angesprochen hat. Sie greift nur die Parallelstelle in Matthäus 16, 19 heraus, wo Jesus diese Gesetzmäßigkeit beispielhaft seinem Jünger Petrus erklärt. In diesem Zusammenhang konstruiert sich die Kirche nun selbst als angebliche „Nachfolgerin“ des Petrus und phantasiert, mit diesem Satz hätte Jesus der Kirche als der Nachfolgerin des Petrus eine „Schlüsselgewalt“ verliehen. Und diese so genannte Schlüsselgewalt dürften wiederum – wie in allen heidnischen Kulten – ausschließlich die Priester im „Sakrament der Beichte“ ausüben.
Die Kirche vertraut dabei darauf, dass die Leute zu dumm sind, um das kirchliche Lügengebäude zu durchschauen und dass sie aus Unkenntnis auf die kirchlichen Manipulationen hereinfallen. So ist nicht einmal sicher, dass Petrus überhaupt in Rom war. Und das angebliche Petrusgrab unter dem Petersdom ist bereits als Legende entlarvt. Doch selbst wenn die angeblichen Knochen des Petrus dort echt wären, würde das den Betrug kaum mildern.
18.) Jesus und seine Jünger waren gekleidet wie das Volk. Sie begründeten auch keine Feste, Bräuche und Traditionen, sondern lebten nach dem Gebot der Nächstenliebe unabhängig von kultischen Vorschriften und Gebräuchen.
Jesus warnte auch vor den Heuchlern, „die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden“ (Matthäus 6, 5).
Die Kirche hebt ihre Amtsträger durch besondere Gewänder vom Volk ab. Kleriker tragen eine Art Frauengewänder, und der Papst zu bestimmten Anlässen z. B. ochsenblutfarbige Schuhe. Ordensleute tragen Kutten und Hauben, womit ihre Frömmigkeit vor allen Leuten dargestellt wird. Auch kann die Verkleidung als ein Symbol dafür gesehen werden, dass diese Menschen etwas zu verbergen haben. Eine spezielle Frisur der Mönche, die Tonsur, hatte die Kirche ursprünglich von den Isis-Priestern übernommen. Praktiken und Gebräuche wie z. B. die Fastenzeit oder andere rituelle Zeiten (wie sie z. B. in Klöstern und kirchlichen Bruderschaften gepflegt werden) stammen ebenfalls überwiegend aus heidnischen Mysterienreligionen. In seinem Buch Salz der Erde (München 2004) schreibt Papst Benedikt XVI. über seine Jugend: „Als später einmal Kardinal Faulhaber in unsere Gegend kam, mit seinem gewaltigen Purpur, hat der mir natürlich … imponiert, so dass ich gesagt habe, sowas möchte ich werden
19.) Jesus von Nazareth über die Klarheit: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Matthäus 5, 37). Um keine gesellschaftliche Lobby zu verärgern und damit weitere Kirchenaustritte zu riskieren, macht die Kirche meist viele Worte im „Wenn und Aber„, oder sie redet von zeitbedingten „Entwicklungen“.
20.) Jesus ist auferstanden. Es gibt kein Grab, zu dem man pilgern könnte und keine Reste seines Körpers mehr auf der Erde. Die Kirche klammert sich  – vergleichbar den heidnischen Kulten und ihren Göttern – an angebliche Reste der körperlichen Erscheinung von Jesus und damit in Zusammenhang stehende Kultgegenstände. Im Urchristentum verehrte man bewusst keine Bilder, um sich vom Heidentum abzugrenzen. Anders die Kirche: So soll auf dem Turiner Grabtuch, einer Fälschung aus dem Mittelalter, das Gesicht von Jesus abgebildet sein. Ebenfalls auf dem genauso gefälschten Schweißtuch der Veronika, mit dem der Schweiß des sterbenden Jesus abgewischt worden sein soll und das 400 Jahre später plötzlich „gefunden“ wurde (von diesem Schweißtuch gibt es sehr viele: eines im Vatikan, eines im Dorf Manopello (es wurde von Benedikt XVI. am 31.8.2006 deshalb besucht) usw.; ein angeblicher Teil des Tuches gehört auch zum Aachener Domschatz usw. Und nachdem man im 4. Jahrhundert plötzlich auch das Kreuz „gefunden“ hatte, an dem Jesus hingerichtet wurde und es in Splittern auf der ganzen Welt verteilte, könnte man heute durch die Zusammensetzung dieser Splitter „mindestens ein großes Schiff“ bauen (Der Historiker Horst Herrmann in: Spiegel online, 1.9.2006).
21.) Jesus warnte vor den Herrschern: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener“ (Matthäus 20, 25-26). Die Kirche hängt sich meist an die Herrscher. Es begann damit, dass der bis heute kirchlich verehrte Kaiser Konstantin (+ 337) der Kirche den Weg zur einzigen Staatsreligion ebnete (ab 380). Das Konzil von Nizäa, das z. B. die bis heute verbindliche kirchliche Lehre über die angebliche Dreieinigkeit festlegte, wurde von ihm geleitet und stand unter seinem direkten Einfluss. Der bekannte Religionswissenschaftler Hubertus Mynarek erklärt dazu: „Auf der Synode von Nizäa im Jahre 325 erschien der Kaiser im Sonnenkleid der Mithras-Religion, frenetisch gefeiert von den Bischöfen Konstantin war ein kriegerischer Gewaltherrscher und brachte auch Konkurrenten sowie seine Frau Fausta und seinen Sohn Crispus um.
Auch die Päpste selbst lassen sich z. B. – vergleichbar den ägyptischen Pharaonen – als Stellvertreter Gotteshuldigen und wie diese auf Sänften umhertragen. Die Papst-Sänfte wurde seit Johannes Paul II. aus praktischen Gründen motorisiert. Seither werden die früheren Sänften und ihre Träger durch das „Papamobil“ mit schusssicherem Panzerglas und mitlaufende Leibwächter ersetzt.
22.) Jesus sprach: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht“ (Matthäus 23, 12). Er warnte vor den Priestern und Theologen. „Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen“ (Vers 4). Und: „Sie sitzen gern obenan bei Tisch … und haben´s gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt werden“ (Vers 6). Die katholischen Würdenträger fordern die Menschen gerne zum Verzicht und zum „Gürtel-Enger-Schnallen“ auf. Die staatlichen Subventionen an die Kirchen lassen sie jedoch nicht antasten. Bei Hilfsaktionen ruft man dann die Menschen zum Geben auf und schmückt sich dann mit den Gaben ihrer Mitglieder. Das milliardenschwere Kirchenvermögen lässt man aber immer unangetastet, und so mancher Papst hinterließ auch privat ein Millionenvermögen (z. B. Pius XII., 80 Millionen DM).
Bei öffentlichen Veranstaltungen sitzen die Priester auf dem vordersten Platz und bei der Begrüßung der Gäste bei öffentlichen Veranstaltungen müssen die „hochwürdigen“ Priester immer zuerst genannt werden.
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